Vorstellung

Auf diesen Seiten möchte ich euch einen kleinen Einblick in das Leben eines Soldaten des 11.Jahrhundert geben, wie er in der Region des heutigen Unterfrankens gelebt haben könnte. 

In der Darstellung als "Hatto von der Mulen" stelle ich einen fiktiven Sohn aus der Adelsfamilie derer "von der Mulen" dar. 

Diese Familie war von den Mainzer Kurfürsten mit dem Gebiet des Höllhammers belehnt worden. Ihre Aufgabe bestand darin die Grenzen des kurfürstlichen Bannwald zu sichern, die Jagdrechte zu wahren, die beginnende Besiedlung und Landvergabe im Spessart zu überwachen und einen Landsitz zu errichten der den Mainzer Adeligen während Ihrer Jagdausflüge als Unterkunft diente.

Auf dem Gebiet des Höllhammer, südlich von Heimbuchenthal, entstand im Laufe der Zeit das "Jagdschloss zur Mole". Zunächst wurde vermutet das es sich hierbei lediglich um ein kleines Gehöft im Zusammenhang mit einer Forsthube handelt. Im Juni 2004 konnten mit Hilfe von Magnetfeldmessungen die Grundmauern eines rund zehn mal zehn Meter messenden Turmes festgestellt werden der auf einem kleinen Wall saß.Nachdem die archäologischen Ausgrabungsarbeiten für das Jahr 2008 so gut wie abgeschlossen wurden kann man jedoch davon ausgehen, das es sich um eine ansehnliche Burg gehandelt hat. Der Wohnturm in der Mitte der Anlage war ca 10 x 10 Meter breit und 5 Stockwerke hoch, von denen die ersten 3 gemauert und die oberen 2 Stockwerke aus Fachwerk bestanden. Umgeben war der Wohnturm von einer Umfassungsmauer mit Wehrgang der ebenso wie der Turm mit Lehmziegeln gedeckt war. Außerdem umschloss ein Wassergraben die gesamte Anlage.  

Da der Spessart schon seit jeher als eines der besten Jagdgebiete in Bayern bekannt ist gab es im Mittelalter des öfteren  Streit um das begehrte Waldgebiet. Von Osten drängten die geistlichen Machthaber zu Würzburg in den Spessart, im Norden stellten die Grafen von Rieneck Ansprüche, und aus dem Westen kamen die Mainzer Fürsten und Bischöfe.